Monika Lamers

 

 

Monika Lamers

Warum besuchen Sie denn eigentlich diese Seite?

Sie wollen wissen, was ich VS Bonn zu suchen habe?

Stimmt, auch ich bin im VS Bonn.
Früher gehörte der Verband Deutscher Schriftsteller zur IG Druck, heute ist er, wie Sie wissen, in ver.di organisiert, dieser mächtigen Gewerkschaft, die mir, wenn Sie mich schon fragen, oft enorm gegen den Strich geht.
Es hilft aber nichts, als freiberuflicher Schriftsteller braucht man eine Gewerkschaft, schon um ggfs. Rechtshilfe zu erlangen. Auch hilft es nichts zu meckern, denn man kann Organisationen wie Gewerkschaften oder Parteien nur verändern, wenn man mitwirkt und die andern entsprechend beeinflußt. Übrigens bin ich deshalb nicht nur seit 25 Jahren im VS, sondern seit 45 Jahren in der CDU, obwohl sie mich regelmäßig nervt.
Sie rümpfen die Nase? Klar, abseits stehen ist leichter…

 

Sie wollen einen Tipp, wie man schreibt?

Kennen Sie Natalie Goldbergs Bücher „Schreiben in Cafés“ und „Wild Mind“? Von ihr kann man vor allem eins lernen: Dran bleiben! Jeden Tag schreiben! Den inneren Zensor abstellen!
Oder kennen Sie Lajos Egri’s Buch „Literarisches Schreiben“? Von ihm kann man viel lernen über starke Charaktere, originelle Ideen, überzeugende Handlung, falls man literarische Romane schreiben will.
Sie wollen eher wissen, wie sie Ihr Buch veröffentlichen? Dann lesen Sie von Britta Schwarz: „So verkaufen Sie Ihr Buch!“ Das hilft…

Sie wollen wissen, warum ich schreibe?

Die Frage ist am schwersten zu beantworten, nicht, weil ich die Antwort nicht wüßte, sondern, weil sie zu pathetisch, also zu anspruchsvoll, zu uncool ausfallen könnte, wenn sie denn ehrlich ist.

Ah, ich sehe, Sie geben keine Ruhe…
Also, meine Romane wollen einen Weltentwurf liefern, sie wollen erzählen, wie es war oder sein könnte, und sie wollen deuten. Daß sie ihren Stoff in einer schlackenlosen Prosa formen wollen, daß sie auch eine Sprachwelt gestalten wollen, versteht sich.
Die Auseinandersetzung damit ergab, daß ich meine in die 80er Jahre fallenden Versuche experimenteller Lyrik bewußt aus meiner Arbeit entließ, denn sie blieben vielen unzugänglich. Ich möchte aber, daß meine Bücher verstanden werden, um anderen Teilhabe daran zu gewähren. Sie finden das altmodisch? Das nehme ganz altmodisch ich in den Kauf…

Sie wollen etwas lesen von dem, was ich geschrieben habe?

Ich muß Sie enttäuschen, denn meine Sachen sind entweder nicht mehr zugänglich, gleich, ob es sich um Veröffentlichungen einzelner Gedichte in Zeitschriften und Anthologien oder um meine Romane „Nur du kannst mir helfen“ (Kerle/Herder-Verlag, Freiburg, 1979) und „Der Anachoret“ (Radius-Verlag, Stuttgart, 1993) handelt. Einige Exemplare sind gebraucht bei Amazon.de zu bekommen. Neu erschienen in 2011 ist mein Roman „Wintersturm“ im Free Pen Verlag, Bonn.
Nur meine „Ghostwritereien“, die befinden sich noch immer auf der politischen Bühne dieses unseres Landes; aber es liegt in der Natur der Sache (und meiner Verträge), darüber zu schweigen.
Ein paar Exemplare der Romane habe ich noch hier liegen, davon kann ich Ihnen eins schicken, nebst den Reaktionen diverser Organe, der Neuen Zürcher Zeitung, des Handelsblatts, des Bonner Generalanzeigers, der Oldenburger Volkszeitung, der Saarbrücker Zeitung, der Bonner Rundschau, des Deutschlandfunks, der Badischen Zeitung, der Sonntagspost Graz, der ‚Voor Nederland’, der Fuldaer Zeitung, der Bücher-Nachrichten Salzburg, der Wiener Kirchenzeitung, der Siegener Zeitung. Ja, ja, ich höre schon auf, denn ich weiß ja, daß Sie zu den Leuten gehören, die sich zuerst einen selbst erlesenen Eindruck bilden wollen…

Sie wollen erfahren, wie ich lebe?

Ich bin am Neujahrstag 1941 in Bonn geboren, lebe zwar seit dreißig Jahren am Anfang des Westerwalds, bin aber meiner Stadt, die ich liebe, treu geblieben. Dazu paßt nicht nur, daß ich im Bonner VS bin, sondern auch, daß ich hier geheiratet, hier meinen Sohn zur Welt gebracht, an der hiesigen Pädagogischen Hochschule studiert und im näheren Umkreis als Lehrerin und Seminar-Fachleiterin in Sachen Grundschuldidaktik gearbeitet habe, sondern auch als Ghostwriter und als Familienmanagerin; mit 46 Jahren bin ich noch einmal auf die Universität meiner Stadt gegangen, um Philosophie, Politische Wissenschaften und Neuere Deutsche Literaturgeschichte zu studieren. Warum? Um zu lernen und um mich auszutauschen mit anderen!
Und der Roman, den ich nach einer langen Familienpause fertig gestellt habe, enthält natürlich auch Bonner Passagen.

Sie wollen etwas ganz anderes? Aber was? Vielleicht jetzt erstmal lieber keinen langen Roman, sondern ein kurzes Gedicht?

Können Sie haben:


MAUERN


mag zum 13. August gelesen werden - muss aber nicht

 

Erlkönig schlief
in den Mittagen.
Noch Schlaf.
Nicht Tod.
Der Bussarde greller Schrei
trifft in der Erinnerung
das Korngelb der Felder.
Triff auch den Abend
in der Erinnerung an
als die Blicke beim Feuer
verweilten, sich nicht
an den Himmel verirrten
schwindelnder Bahn
feindlicher Sternengeschwader
zu folgen sich nicht erkühnten
sondern ruhten
im Auge der Freunde.
Zwar täuschte das Wasser
erkanntest du nicht
das ferne Unbeteiligtsein
aller fließenden Wasser.
Die Ufer – gab es sie noch?
Aber die Gräben.
Alle Arten von Gräben
deckte die Nacht.
Am Morgen
Mauern zu finden.
EINSAMER NIE
ALS IM AUGUST.

 

Das ist gar nicht lustig?
Dann schreiben Sie doch was Lustiges, wenn Ihnen danach ist!
Ich wünsche Ihnen Glück dazu!

Monika Lamers



Kontakt

E-Mail: monika.lamers@t-online.de

© 2006 Monika Lamers
© für das Foto: Reiner Maria Gassen